Einsatz additiv gefertigter Werkzeugaufnahmen zur passiven Dämpfung von Prozessschwingungen

Vogel, F.1, a; Özkaya, E.1, b; Fuß, M.1, c; Biermann, D.1, d

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) vogel@isf.de; b) oezkaya@isf.de; c) fuss@isf.de; d) biermann@isf.de

Kurzfassung

Das Auftreten von Schwingungen im System bestehend aus Spindel-Werkzeugaufnahme-Werkzeug, stellt eine zentrale Problemstellung in der spanenden Fertigung dar und ist im Allgemeinen mit einer Beeinträchtigung der Fertigungsqualität sowie einer Verkürzung der Werkzeug- und Maschinenstandzeit verbunden. Insbesondere hinsichtlich einer effizienten aber auch sicheren Auslegung der Fertigungsprozesse von Leichtbaukomponenten aus Titan- oder Aluminium¬legierungen gilt es derartige Schwingungszustände zu vermeiden. Am Institut für Spanende Fertigung (ISF) der TU Dortmund werden im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Schwingungsreduzierung bei der Dreh- und Fräsbearbeitung von Leichtbaumaterialen durch den Einsatz strahlgeschmolzener Werkzeugaufnahmen“ (GZ: BI 498/77) Methoden zur passiven Dämpfung auftretender Werkzeugschwingungen untersucht und weiterentwickelt. Hierbei eröffnet der durch das „Selective Laser Melting“ (SLM)-Verfahren realisierte additive Aufbau der Werkzeughalter (Werkzeugstahl 1.2709) bisher nicht erreichbare Möglichkeiten hinsichtlich der konstruktiven Gestaltung innerer Hohlräume sowie zusätzlicher, innenliegender Stützstrukturen.

Schlüsselwörter

Additive Fertigung, Schwingungsreduzierung, Leichtbau

Veröffentlichung

Unter Span - Das Magazin des Machining Innovations Network e. V., Ausgabe 1, Varel, (2017), S. 22, ISSN 2365-7006