Einfluss der Abrichtbedingungen auf die im Schleifprozess entstehende Oberflächengüte von unverstärkten, thermoplastischen Kunststoffen

Kamplade, K.1, a; Schumann, S.1, b; Biermann, D.1, c

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) kamplade@isf.de; b) schumann@isf.de; c) biermann@isf.de

Kurzfassung

Aufgrund des hohen Einsatzpotentials und der vielfältigen Anwendungsgebiete von technischen Kunststoffen steigt der Anspruch an die Fertigungsqualität beim Einsatz dieser Werkstoffe. Dabei stellt die Schleifbearbeitung von thermoplastischen Kunststoffen eine besondere Herausforderung dar. Durch die geringe Schmelztemperatur der Kunststoffe kann die im Prozess entstehende Wärme zu Aufschmelzungen des Werkstoffs und zum Zusetzen des Schleifwerkzeugs führen. Weiterhin erschweren die hohe Bruchdehnung sowie die geringe mechanische Festigkeit der Thermoplaste den Materialabtrag. Anwendung findet die Schleifbearbeitung von technischen Kunststoffen beispielsweise in der Medizintechnik bei der Herstellung von Kunststoffimplantaten und bei der Erzeugung von reibungsverminderten Oberflächen von Gleitpartnern bestehend aus Kunststoff-Kunststoff oder Kunststoff-Metall. Im Rahmen dieser Veröffentlichung werden Grundlagenversuche bezüglich der Schleifscheibenkonditionierung vor der Schleifbearbeitung an dem Hochleistungspolymer Polyetheretherketon (PEEK) und dem ultrahochmolekularen Polyethylen (PE-UHMW) sowie dem Vergütungsstahl C45 vorgestellt. Dabei werden die erzeugte Oberflächengüte sowie die Oberflächenbeschaffenheit in Zusammenhang mit den Abtrennmechanismen analysiert.

Schlüsselwörter

Schleifen, Kunststoffe, Abrichtbedingungen

Veröffentlichung

Schleifen + Polieren, (2018), S. 20-34