Oberflächenstrukturierung mittels spanender Prozesskombinationen - Drehen und Microfinishen - Teil 2

Tilger, M.1, a; Biermann, D.1, b

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) tilger@isf.de; b) dirk.biermann@tu-dortmund.de

Kurzfassung

Die Strukturierung rotationssymmetrischer Bauteile durch eine Prozesskombination von Drehen und Microfinishen wurde im vorangegangenen Teil zu diesem Beitrag vorgestellt. Im ersten Teil wurde der Einfluss von Anpresskraft und Schnittgeschwindigkeit auf die Bearbeitung zuvor mittels Drehen erzeugter Oberflächen beschrieben. Aufbauend auf den Oberflächen, die mit einer Prozesskombination aus Drehen und einer ersten Microfinishstufe hergestellt wurden, befasst sich der zweite Teil des Artikels mit der mehrstufigen Microfinishbearbeitung gedrehter Ausgangsstrukturen. Ausgangspunkt der Prozesskombination ist die zunehmende Relevanz strukturierter Oberflächen für tribologische Anwendungsfälle. Darüber hinaus hat die Oberflächentopographie auch für die Beschichtungstechnik eine große Bedeutung. So kann beispielsweise die Grenzflächenanbindung zwischen Substrat und Beschichtung von Verbundwerkstoffen mithilfe geeigneter Strukturen optimiert werden. Die Übergeordnete Motivation der aktuellen Untersuchungen beruht auf der Zielsetzung, die Haftung von Schichten erzeugt durch das HVOF-Spritzen (High velocity oxygen fuel spraying) mittels geeigneter spanender Oberflächenkonditionierung zu optimieren. Ziel der hier dargestellten Teiluntersuchungen ist die Herstellung zweier unterschiedlicher Zieltopographien für die anschließende Beschichtung. Zum einen wird eine typische Hon- bzw. Microfinishtopographie angestrebt, zum anderen soll eine Topographie bestehend aus Drehriefen kombiniert mit Plateaus erzeugt werden.

Schlüsselwörter

Finite element method, flow drilling, heat exchange, 3D modeling, 3D FEM flow drilling simulation

Veröffentlichung

Forum Schneidwerkzeug- und Schleiftechnik, 32 (2019) 1, S. 104-109