Neuartige Werkzeugaufnahme dämpft Schwingungen

Vogel, F.1, a; Berger, S.1, b; Biermann, D.1, c

1)
Institute of Machining Technology, TU Dortmund University, Baroper Str. 303, D-44227 Dortmund, Germany

a) Florian.vogel@tu-dortmund.de; b) sebastian.berger@tu-dortmund.de; c) dirk.biermann@tu-dortmund.de

Abstract

Für die Fräsbearbeitung komplexer Strukturelemente oder ausgeprägter Kavitäten sind oftmals lang auskragende Werkzeuge erforderlich, was die Steifigkeit des Werkzeugsystems deutlich vermindert. Als Folge dessen wird das Auftreten regenerativer Ratterschwingungen bei sonst üblicherweise unkritischen Prozessparametern begünstigt, die neben einer Verringerung der Oberflächengüte oder gar Beschädigung des Bauteils zudem für einen gesteigerten Werkzeugverschleiß verantwortlich sind. Um derartige Schwingungen zu dämpfen und somit auch bei kritischen Randbedingungen eine prozesssichere Bearbeitung zu ermöglichen, wird derzeit am Institut für Spanende Fertigung der TU Dortmund der Einsatz hybrid additiv gefertigter, partikelgedämpfter HSK63-Werkzeugaufnahmen untersucht. In diesem Kontext wurde aufgezeigt, dass durch Befüllung eines im additiv generierten HSK63-Schaft befindlichen, torusförmigen Hohlelements mit geeigneten Füllpartikeln die Prozessstabilität bei der Fräsbearbeitung von Al7075 signifikant gesteigert werden kann.

Keywords

Fräsbearbeitung, Aluminium, Additive Fertigung, Partikeldämpfer, Schwingungsdämpfung, Prozessstabilität

Publication

MM MaschinenMarkt, 126 (2020) 16, pp. 52-55, ISSN 0341-5775